Posts by Stucki

    Es handelt sich hier vermutlich um eine Revolverpatrone 82 der M+F in Thun mit einem ungewöhnlichen Flachkopfgeschoss. Das Geschossgewicht beträgt 7.03g (entspricht etwa einem normalen Rundkopfgeschoss der Ordonanzpatrone).

    Als Treibmittel wurde nicht Schwarzpulver, sondern ein Nitropulver verwendet. Das Pulver gleicht äusserlich dem sogenannten Weisspulver, mit dem die M+F bekanntlich Versuche für Revolverpatronen gemacht hat. Die Pulvermenge ist aber erheblich grösser: 0,43g. Bei den bekannten Versuchen mit Weisspulverpatronen für Revolver in den 1930er Jahre wurden um die 0,2g verwendet (ich habe selber 0.18 gemessen und in einem Dokument der M+F steht 0,22g). Im Wiederlade Handbuch von Dynamit Nobel werden je nach Pulversorte (nur Nitropulver) und Geschoss (5,7g – 6,5g) Mengen zwischen 0,135g und 0,27g empfohlen.

    Wegen der starken Ladung könnte es sich um eine Schlachtpatrone handeln.

    Weiss jemand mehr dazu – die passende Verpackung würde natürlich sehr interessieren.

    Alexander





    Konnte dazu noch etwas herausfinden: Wenn bei der ALN die Zahl nach der der Kennzahl für die Munitionssorte (in diesem Fall 0379) mit 0 beginnt, handelt es sich um sogenannte Quarantäne-Munition.

    Bei Quarantäne-Munition geht es um Munition, die sich im Versuch befindet (technische Versuche, Truppenerprobung) und deshalb nicht für die ordentliche Nutzung an die Truppe abgegeben werden darf (darum Quarantäne).

    Alexander

    Ich vermute, die Packung enthält keine Pist Pat 41 (9mm Para), sonst würde das so draufstehen.

    Die ALN (Armeelagernummer) ist zunehmend ungewöhnlich - für die Pist Pat 41 würde sie 591-1240 lauten. 591 steht für Kampfmunition - wofür steht aber 0379?

    Die einzige mir bekannte 9mm Patrone, die von der Eidgenössischen Munitionsfabrik neben der Pist Pat 41/9mm Para hergestellt wurde, ist die 9mm Police - und die hätte eine kürzere Hülsen...

    Alexander

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